Wissen: Musik aus Hirnströmen

Töne aus dem eigenen Hirn werden zur Therapie von komplizierten chronischen Leiden eingesetzt.

Von Teres Dällenbach

(Sie können den Artikel über das Online-Archiv des Tages-Anzeigers beziehen: Siehe www.tagesanzeiger.ch )

Unsere Berichtigung zum ungenauen Tagi-Artikel erschien im Tagi am 12. Febraur 2003 als Leserbrief:


Psychofonie

Musik aus Hirnströmen, TA vom 7.2.

"Tritt das Leiden auf, speisen die Ärzte dieses individuell abgestimmte Heilsignal wieder in die Nervenzentren im Gehirn der Patienten ein..." ist missverständlich. Tatsächlich erhält jede Klientin vom Arzt eine Audio-CD, die im Alltag ohne Praxisbesuch täglich abgehört wird. Psychofonie ist eine Eigentherapie, darin liegt ein entscheidender Vorteil. Auch wurde nicht zur Kenntnis genommen, dass nun die erste randomisierte und doppelblind kontrollierte Studie im "Journal of Neurotherapy" publiziert ist, woraus hervorgeht, dass Psychofonie nicht nur auf Placebo-Effekten beruht. Es liegt eine spezifische Wirksamkeit vor. Es wurde in weiteren Studien festgestellt, dass die Wirkung sich im Verlaufe von zwölf Monaten noch wesentlich verstärkt. Auch dies spricht gegen eine alleinige Placebo-Wirkung.

Bruno Fricker, Kilchberg