Gesundheitsmagazin PULS - 12.4.2001 im SF DRS-1
Zahlreiche Migräne-Leidende haben mit den schulmedizinischen Medikamenten keinen Erfolg oder wollen einfach keine Tabletten schlucken. Ein riesiger Markt an Alternativmethoden bietet Linderung oder Heilung an. Wie soll man sich in dem Angebot zurechtfinden? Es gibt keine allgemein gültiges Rezept, Akupunktur mag dem einen helfen, Biofeedback (Psychofonie, eine Spielart von Biofeedback, siehe unten) dem andern, sportliche Betätigung einem Dritten.

In der Aeskulapklinik wird zum Beispiel mit ganzheitsbiologischen Methoden untersucht, ob Störfelder und Herde im Organismus zu finden sind , die mitverantwortlich für Migräneanfälle sein könnten. Die Therapie erfolgt nach Untersuchungsergebnis (12 Untersuchungen und Tests) nach einem individuellen Konzept. Im Falle der Patientin im Film hiess das: Stoffwechsel- und Darmbehandlung, Leberentgiftung, Neuraltherapie, klassisch-homöopathische Konstitutionstherapie und ev. später eine Zahnsanierung.

Allgemeinere Ratschläge, die auch über diverse Web-Seiten zu erhalten sind, betreffen eher die Lebensführung als die direkte Symptombekämpfung, so zum Beispiel: Regelmässiger Schlaf-Wachrhythmus einhalten, Ausdauersport betreiben und sich entspannen lernen, starke Aufregungen meiden, auch mal "nein" sagen und sich nicht unter Druck setzen lassen, ev. auslösende Faktoren unter den Lebensmitteln suchen.

Psychofonie

Die Psychofonie ist die Lehre von der heilenden Kraft des Gehirns. Am Anfang der Behandlung wird das unbelastete, "gesunde" Gehirnstrom-Bild des Patienten aufgezeichnet. Mit einem EEG wird gemessen, in welchem Rhythmus das Gehirn pulsiert.

Diese Gehirn-Kurven werden dann in Musik transformiert, also umgewandelt in eine Melodie. Das geschieht in einem spezialisierten Labor mit Hilfe eines Computers. Jeder Patient bekommt so seine individuelle, ur-eigenste Musik, gespielt von seinen Lieblings-Instrumenten.

Kündigt sich ein Migräne-Anfall an, hört der Patient gezielt seine eigene Psychofonie-Musik. Ihr Rhythmus - abgeleitet aus dem eigenen, unbelasteten Gehirn-Rhythmus - kann dann den Ausbruch einer Migräne verhindern oder den Anfall dämpfen.

Experte im Beitrag:
Dr.med. Rolf Dünnenberger
FMH Innere Medizin
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