Bote der Urschweiz, 13. Dezember 1997:

Psychofonie: Heiltherapie bei Migräne

 

Vortragsabend über Psychofonie im MythenForum Schwyz

Psychofonie, die Neuro-Eigenklangtherapie zur Behandlung von Migräne, war das Thema am Vortragsabend im MythenForum Schwyz. Bruno Fricker, Präsident der Fördergesellschaft leistete gute Überzeugungsarbeit.

Sechs bis 8 Prozent der Männer und gar 16 bis 24 Prozent aller Frauen leiden unter regelmässigen Migräneanfällen. Zu deren Bekämpfung wissen die Ärzte und Therapeuten ihren Patienten allerhand Medikamente und Therapien zu verschreiben. Aber bei vielen Migränepatienten nützt kein Mittel und sie müssen resigniert mit ihrem immer wiederkehrenden Leiden leben. Eine neue Behandlungsart verspricht für die Leidenden grosse Hoffnung, die Psychofonie. Wie der Name ahnen lässt, hat dieses Verfahren mit Tönen zu tun. Einfach ausgedrückt, dem Klangbild aus dem eigenen Hirn des Patienten.

 

Langzeitstudie zeigt Erfolge

Am Vortragsabend vom vergangenen Dienstag abend im MythenForum in Schwyz erfuhren die rund 50 Bersucherinnen und Besucher viel Wissenswertes über Migräne und Psychofonie. Im ersten Teil erklärte der Goldauer Allgemeinmediziner, Dr. Walter Pfeifhofer, die Entstehung von Migräne und mögliche medizinische und therapeutische Hilfsmittel dagegen. Pfeifhofer ist der erste Arzt in der Region Schwyz, der die Psychofoniebehandlung seinen Patienten anbietet. Im zweiten Teil stellte der Präsident der Fördergesellschaft der Psychofonie, Diplomphysiker Bruno Fricker, das Verfahren Psychofonie im Detail vor. So erfuhren die anwesenden Personen, dass Psychofonie, die Neuro-Eigenklangtherapie, vor allem bei Migräne, aber auch bei anderen chronischen Krankheiten wie Stress, Burn-out, Schlafstörungen, Magenleiden, Angst- und Panikgefühlen, depressiven Verspannungen und anderen mehr erfolgreich angewendet wird. Die Langzeitstudie an gut 1000 Patienten zeigt eine überzeugende Wirkung. Rund 80 Prozent der Patienten sprechen auf die Psychofonie positiv an und rund 50 Prozent erfahren eine deutliche bis ausgezeichnete Wirkung. Die Behandlung mit Psychofonie ist eine Eigentherapie. Der Patient lässt sich bei einem Psychofoniearzt - in der Schweiz bieten zur Zeit 16 Ärzte die Psychofonietherapie an - mittels einem 4-Kanal-EEG (Elektroenzephalogramm) die eigenen Hirnströme aufzeichnen. Dieses Verfahren ist absolut schmerzfrei und ohne Komplikationen. Das Hirnstrombild wird anschliessend in einem speziellen Labor mit einem Computer in ein Klangbild umgewandelt. Der Patient kann vorgängig auswählen, mit welchen vier Instumenten diese Hirnstromaufnahmen abgespielt werden sollen. Das Resultat bekommt der Patient einige Tage später aufgezeichnet auf einer Audiokassette- oder CD ausgehändigt. Von da fängt sie Eigentherapie an. Täglich dreimal sollte nun die zweimal 5 Minuten dauernde mehrstimmige Musik abgehört werden. Psychofonie wirkt aber erst nach einer gewissen Zeit. Nach etwa drei Monaten fängt eine merkbare bis deutliche Besserung der Krankheitsbekämpfung an. Nach einer einjährigen Behandlung zeigt sich erfahrungsgemäss bei den Patienten eine starke Reduktion der Schmerzen bis hin zur kompletten Heilung des Leidens. In der anschliessenden Fragerunde erteilten die Referenten viele gute Ratschläge und Antworten auf die Fragen der Zuhörerinnnen und Zuhörer. Die Nachfrage bei den Anwesenden nach weiteren Unterlagen und Adressen für die Anmeldung zu einer Behandlung mit Psychofonie war gross.