Der Klassiker unter den Migränebüchern:

Oliver Sacks: "Migräne"

rororo Sachbuch Nr. 9963, 1996, ISBN 3-499-19963-7

...unter den Migränebetroffenen ist es längst ein Geheimtip. Doch das Buch, das der bekannte Neurologe und Autor Oliver Sacks über das geheimnisvolle Leiden geschrieben hat, richtet sich nicht nur an Patienten. Es bietet vielmehr eine überraschende universale Deutung des Phänomens Migräne an [mit Querverbindungen zur Psychofonie, Red.]...    Tagesanzeiger Zürich, 23.09.94

 

Ein Buch über die Heilkraft der Musik

geschrieben vom Neurologen Professor Oliver Sacks

"Der Tag an dem mein Bein fortging"

rororo Sachbuch Nr. 18884, 1998, ISBN 3-499-18884-8

Ein spannendes und leicht lesbares Büchlein. Kaum ein Fallbericht (der Fall ist Sacks selbst) ist so geeignet, die Heilkraft der Musik zu beweisen, wie dieses lesenswerte Buch. Dabei ist es von einem bekannten Neurologen geschrieben, der wie kaum ein zweiter um das wissenschaftliche Verständnis neurologischer Befunde und Empfindung gerungen hat. Das geht auch aus seinem Buch "Migräne" hervor, das in derselben Buchreihe auf deutsch erschienen ist.

"Auch Ärzte werden zuweilen Patienten; allerdings hört man sie selten davon reden. Und es fragt sich, ob sie die Erfahrung von gewöhnlichen Patienten machen, denn sie haben ihnen etwas Entscheidendes voraus: das Wissen. Um so überraschender, tröstlicher, amüsanter ist ein neues Buch des britischen Neurologen Oliver Sacks, das von der Hilflosigkeit berichtet, die aus der Ahnungslosigkeit entsteht, weil sie die Erlebnisse ohne Vorbereitung über den Kranken hereinbrechen lässt." Frankfurter Allgemeine Zeitung

Das Buch lässt sich auch unter dem Schlagwort sehen "Körpertrauma, Seelenschmerz - Seelentrauma, Körperschmerz", so der Titel der im August 1999 in Basel von Schulmedizinern abgehaltene Schmerzkongress. Welche Rolle die Musik bei der Bewältigung dieser schwierigen Leiden spielen kann bzw. sollte, belegt Sacks aus eigener Erfahrung mit den Worten in diesem Buch: "Vom dem Augenblick, in dem ich auf den Abspielknopf drückte, von den ersten Takten des Konzertes an, geschah etwas - etwas von der Art, wie ich es herbeigesehnt hatte, etwas, das ich mit jedem Tag verzweifelter gesucht und das sich mir immer wieder entzogen hatte. Unvermittelt und wunderbarerweise wurde ich von der Musik mitgerissen (Mendelssohn, den Sacks nie besonders gemocht hatte)... Ich spürte, dass das Leben wieder in mein (gelähmtes) Bein zurückkehren würde - dass es wieder zu eigenen Regungen erwachen und sich seiner vergessenen motorischen Melodie entsinnen oder sie aufs neue erschaffen würde... Ich spürte, dass das Leben selbst Musik, oder wesensgleich mit Musik war, und dass unser lebendiger, sich bewegender Körper "verfestigte" Musik war."

Lesen Sie dieses Buch vor allem dann, wenn Sie nicht verstehen können, wie die Psychofonie wirkt.